Überbauung Schlössliwiese Ottoberg

Auf der grossen Wiese im Süden des Schlösslis von Ottoberg soll mit einer qualitativen und ortsverträglichen Überbauung der Dorfkern gestärkt und neuer Wohnraum geschaffen werden. Die drei Parzellen sollen dabei gemeinsam betrachtet und beplant werden. Dafür wurde ein Studienauftrag im selektiven Einladungsverfahren durchgeführt.

Im Rahmen der Präqualifikation wurden fünf Teams zur Teilnahme am Studienauftrag eingeladen, welche jeweils einen Projektbeitrag eingereicht haben. Aus den Projektbeiträgen wählte die Jury das Projekt von Müller Mantel Architekten ETH SIA in Zusammenarbeit mit Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG beide mit Sitz in Zürich zum Sieger.

Die Verfassenden schlagen ein ortsbaulich attraktives und überzeugendes Projekt vor. Die lockere, aber gezielt gesetzte Aneinanderreihung von gut verträglichen Gebäudevolumen fügen sich gut ins Terrain ein, schaffen angemessene Aussen- und Zwischenräume und verweben sich respektvoll mit dem gewachsenen Bestand. Die Anordnungen der gut geschnittenen Wohnungen sind geschickt auf die Ausrichtung der jeweiligen Gebäude ausgerichtet und sehen unterschiedliche und zeitgemässe Wohnungen vor. Der Ausdruck der Wohnbauten stellt eine eher zurückhaltende, bewusste Interpretation des Bestehenden dar.

Weitere Verfahren

Im Auftrag der VENTO AG hat die ERR AG die Durchführung des Varianzverfahrens für die Arealentwicklung Heimstrasse im St.Galler Lerchenfeldquartier begleitet. Die VENTO AG betreibt dort fünf genossenschaftliche Wohnbauten. Aufgrund eines ausgewiesenen Erneuerungsbedarfs hat die Betreiberin beschlossen, ein neues Wohnbauprojekt zu realisieren. Ziel ist es, das Areal in einem verträglichen Mass baulich zu verdichten und zugleich zeitgemässen, gemeinnützigen Wohnraum zu schaffen.

Die ERR AG verantwortete die Vorbereitung und Organisation des Projektwettbewerbs auf Einladung, die Verfahrensbegleitung sowie die Koordination zwischen Bauherrschaft, Planungsteams und Jury. Zur Sicherstellung eines qualitativen Architektur- und Freiraumprojekts wurden acht Architekturbüros eingeladen, welche zusammen mit einem Landschaftsarchitekturbüro einen Projektbeitrag erarbeiteten. Alle Projektteams reichten einen Projektbeitrag ein.

Die eingesetzte Jury erkor den Projektbeitrag «Tick, Trick und Track» des Architekturbüros bürge wendel architekten gmbh aus Wil und des Landschaftsarchitekturbüros Atelier für Landschaftsarchitektur klg aus St.Gallen zum Sieger.

Der Projektbeitrag überzeugt durch seine städtebauliche Setzung und den gelungenen Übergang zwischen den gebauten Strukturen und dem offenen Landschaftsraum. Die drei parallel zueinander angeordneten Gebäudekörper lassen grosszügige Freiraumstrukturen in Ost-West-Richtung entstehen. Die Längsbauten fügen sich optimal in das nach Norden abfallende Gelände ein. Mit einer einfachen Tragwerkskonstruktion wird die Fläche effizient genutzt und die Flexibilität bei der Grundrisseinteilung verbessert. Mit 117 Wohnungen weist der Projektbeitrag eine hohe, für den Ort geeignete Verdichtung auf.

Die regionalen Sportvereine Tennisclub Oberuzwil und Badmintonclub Uzwil stossen an die Kapazitätsgrenzen ihrer baulichen Infrastruktur. Um in Zukunft gemeinsame Synergienutzungen zu fördern, sollen die beiden Vereine an einem Standort zusammengeführt werden.

Der Bedarf an labormedizinischen Leistungen nimmt aufgrund der demographischen Entwicklung und der Verschiebung vom stationären in den ambulanten Bereich deutlich zu.

ERR AG
FSU SIA

Teufener Strasse 19
9001 St.Gallen